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 Betreff des Beitrags: Geschichte von Hessen
BeitragVerfasst: 13.01.2010, 22:44 
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Hessen, so wie wir es kennen, besteht erst seit 1945. Davor war es ein Fleckenteppich mehrerer Staaten bzw. Fürstentümer, deren Geschichte entsprechend kompliziert verlaufen ist; die brauchbarste Zusammenfassung hab ich bei Wikipedia gefunden. Diese zu lesen ist allerdings ein Abend füllendes Programm, was ich Euch jetzt nicht zumuten möchte, zumal ich's auch nur raus- und hier wieder reinkopieren würde. Deshalb nur ein paar Stichpunkte (Hervorhebungen und Schräggedrucktes von mir) -
es ist trotzdem noch lang genug geworden
:JC_see_stars:

Der Name Hessen ist auf die allmähliche Wortwandlung des Stammesnamens der germanischen Chatten, über mehrere Zwischenschritte hin, zum heutigen Namen Hessen zurückzuführen. Die Chatten sollen sich aus mehreren germanischen Bevölkerungsgruppen und Resten keltischer Ethnien entwickelt haben und waren vor der Zeitenwende hauptsächlich im heutigen Nord- und Mittelhessen ansässig. Zentrum der chattischen Siedlungszone war die Gegend von Fritzlar-Gudensberg-Wabern, das Kasseler Becken sowie die westhessische Senkenlandschaft. Nach Süden griff das Siedlungsgebiet bis in den Raum zwischen Gießen und Marburg über, wie neuere Ausgrabungen (zum Beispiel Niederweimar) belegen. Althessen entspricht damit in etwa der Nordhälfte des heutigen Bundeslandes Hessen. Neben den Friesen sind die Chatten der einzige germanische Volksstamm, dessen Nachkommen noch heute auf dem historischen Territorium ansässig sind und ihren Namen behalten haben.
( ... )
In Hessen konnte sich nicht wie in Sachsen, Bayern und Schwaben ein eigenes Stammesherzogtum etablieren. Hessen wurde weitgehend von den Franken kolonialisiert und als Königsland annektiert. Es wurde in Gaue aufgeteilt und von Gaugrafen im Auftrag des jeweiligen Königs verwaltet. Bereits im 6. Jahrhundert kam Hessen unter fränkischen Einfluss.

Bevor Bonifatius, der „Apostel der Deutschen“ (aus Sicht der Katholischen Kirche) im Auftrag des Papstes eine neue Kirchenorganisation nach römischem Vorbild aufbaute, hatten bereits seit Anfang des 7. Jahrhunderts Missionare aus Irland und Schottland in Hessen und Thüringen missioniert (siehe Chatten, Missionierung der Chatten) und dort Kirchen und Stützpunkte aufgebaut (u.a. Hersfeld, Fulda, Büraberg, Amöneburg, Wetter, Schotten und in der Wetterau). In Sendschreiben des Papstes an Bonifatius wird auf bereits zum Christentum mehr oder weniger bekehrte Hessen und Thüringer hingewiesen. Bonifatius traf bei seiner erneuten, durch den fränkischen Adel stark unterstützten Mission, daher bereits auf eine iro-schottische Kirchenorganisation, als er 723 die Donareiche bei Fritzlar fällte.
Ganz kleiner Zeitsprung, nur ungefähr 1143 Jährchen ... :snow7:

Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 stand der Kurfürst (von Hessen-Kassel) auf der Seite von Österreich. Nach dem Sieg Preußens wurde der Kurfürst verbannt, und Preußen verleibte sich die Landgrafschaft Hessen-Kassel ein. Ähnlich erging es Nassau, obwohl es formal neutral geblieben war; der letzte nassauische Herzog Adolf wurde im Wege der Erbfolge 1890 Großherzog von Luxemburg. Enge Verbindungen zum russischen Zarenhaus bewahrten den gleichfalls mit Österreich verbündeten Darmstädter Großherzog und sein Land vor einem gleichen Schicksal, denn Preußen wollte keine Konfrontation mit Russland herausfordern. ( ... ) In diesem Krieg eroberte und annektierte Preußen auch die bis dahin noch bestehende
Freie Stadt Frankfurt am Main [schild=17 fontcolor=000000 shadowcolor=C0C0C0 shieldshadow=1]Ei so gehd des awwä ned !![/schild]
( ... )
Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich das Gebiet des heutigen Hessen in der amerikanischen Besatzungszone. Unmittelbar nach Kriegsende formierten sich die politischen Parteien neu, zunächst ohne Erlaubnis der Amerikaner. Am 19. September vereinigte die amerikanische Militärregierung durch die Proklamation Nr. 2 die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau sowie den Volksstaat Hessen zum Land Groß-Hessen unter Ausschluss der Gebiete im Westen, die Teil der französischen Besatzungszone geworden waren. Dies waren zum einen die nassauischen Landkreise Sankt Goarshausen, Unterlahn, Oberwesterwald, Unterwesterwald und zum anderen Rheinhessen, die linksrheinische Provinz des ehemaligen Volksstaates Hessen, wobei die rechts des Rheins in der amerikanischen Besatzungszone gelegenen Stadtteile der Städte Mainz und Worms in der Besatzungszone verblieben und daher heute (weiterhin) zu Hessen gehören. Die französisch besetzten Gebiete wurden 1946 als Regierungsbezirke Montabaur und Rheinhessen Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Die einstige Exklave Wimpfen wurde gegen den mehrheitlichen Widerstand der Bevölkerung und Hessens Teil des neu gegründeten Bundeslandes Württemberg-Baden.

Die Hessische Verfassung wurde von der Verfassungsberatenden Landesversammlung in Wiesbaden am 29. Oktober 1946 beschlossen, trat am 1. Dezember 1946 durch Volksabstimmung in Kraft und war damit die erste Nachkriegsverfassung Deutschlands. Darin wurde auch der Name des Landes von „Großhessen“ in „Hessen“ geändert. Hauptstadt ist die vormalige nassauische Residenz Wiesbaden. Gleichzeitig mit der Annahme der Verfassung fand die erste Landtagswahl statt, die die SPD gewann. Sie bildete eine Große Koalition mit der CDU. Erster gewählter Ministerpräsident wurde Christian Stock (SPD). Unter ihm wurden vor allem in der Sozialpolitik mehrere progressive Entscheidungen gefällt. So bekam Hessen als erstes Land ein Urlaubsgesetz und ein Gesetz über Betriebsräte in Unternehmen.

Ganzer Text hier :link:

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BeitragVerfasst: 14.01.2010, 17:14 
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Stimmt. Der Wikipediatext zur Hessischen Geschichte ist sehr umfangreich. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung lieber Lefteri. :D

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BeitragVerfasst: 14.01.2010, 23:00 
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Biddebide, daderfor net (bidde mei rudimendär's Hessisch zu endschuldiche).

Zitat:
Bonifatius traf bei seiner erneuten, durch den fränkischen Adel stark unterstützten Mission, daher bereits auf eine iro-schottische Kirchenorganisation, als er 723 die Donareiche bei Fritzlar fällte.


An einer Stelle mitten im Wald bei Züschen (früher eine selbständige Stadt im Kreis Waldeck, heute ein Stadtteil von Fritzlar), haben irgendwelche Germanentümler eine neue Eiche gepflanzt - die sah 1988, als ich dort war, noch recht mickrig aus.

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BeitragVerfasst: 16.01.2010, 15:21 
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Dein rudimentäres Hessisch ist fast perfekt lieber Lefteri.

Es heisst nur: ....zu endschuldische. :lol01:

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BeitragVerfasst: 16.01.2010, 19:13 
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Ei dangge :Coucou11:

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